Jagdsaison auf Culicidae

Bssssssssssssssssssssssssssssssss… ich bin schon halb im Reich der Träume. Es summt es am Ohr. Das Summen ist nicht laut, aber es reicht um mich aus dem Bett schiessen zu lassen. <<Mückenalarm.>> Reicht es nicht, dass sie stechen? Warum rauben sie uns noch mit diesem Summton den Schlaf?

Wir schlagen zurück!

Den ganzen Sommer über hatten wir fast keine Last mit Stechmücken (wissenschaftlicher Name: Culicidae), aber jetzt kommen sie in Scharen. Sie nutzen jede Gelegenheit um in die Wohnung zu schlüpfen. (Aber wir weigern uns beharrlich, auf’s Lüften zu verzichten… und leider sind unsere Fenster nicht so sehr geeignet für Fliegengitter.)

patsche.jpgImmerhin können wir uns seit diesem Jahr besser wehren. Für 5 Franken haben wir beim Elektronik-Discounter eine elektrische Fliegenpatsche erstanden. Sieht aus wie ein Tennisschläger, dessen Schlagfläche auf Knopfdruck unter Strom steht. Gegen Fliegen ist sie nicht sehr nützlich, da das schützende Aussengitter zu engmaschig ist. Aber für Mücken ist die Patsche perfekt. Ob an der Wand, der Decke oder sogar im Flug. Man erwischt sie fast überall ganz hervorragend. Und das Beste: es bleiben keine “Kampfspuren” zurück – hässlichen Flecken, die man sonst nach dem Sommer überall an den Wänden hat…

Dieses Ding liegt nun jeden Abend neben unseren Betten und sobald ein erstes Summen ertönt, erfolgt der Gegenangriff. Knall, zisch, knister, brutzel. Ja, es ist gemein, aber nehmen die etwa Rücksicht auf uns?

Mücken fliegen ins Licht?

Eine altbekannte Behauptung. Aber stimmt die eigentlich? Als Kind habe ich gelernt, dass es besser sei, das Licht in der Wohnung zu löschen, wenn man noch bei Dunkelheit lüften möchte. Oder beim Raus- und Reingehen auf/vom Balkon, denn die lieben Tierchen würden sonst mit in die Wohnung schlüpfen, da sie gerne ins Licht fliegen.

Schön und gut. Wir halten uns seit Jahren an diese Regel, aber ich habe langsam Zweifel ob sie wirklich stimmt. Hatten wir deswegen auch keinen Erfolg mit den Mückenlampen, die vor einigen Jahren populär waren? Es sind alle möglichen Insekten darin vereendet, aber kaum je Mücken.

Meine Behauptung: Mücken fliegen (meistens) ins Dunkle!

Wieso haben wir sonst trotz konsquenter Lichtabschalterei mehr von diesen Viechern in der Wohnung, als unsere Nachbarn, die bei allen Parties das Licht anlassen und die Türen weit offen stehen lassen? Und wieso verstecken sich alle Mücken, die’s in die Wohnung geschafft haben immer in dunklen Zimmerecken? Nur morgens sehe ich schonmal die Überlebenden der Nacht an irgendeinem Fenster tanzen, da sie gerne hinaus ins Licht wollen. Den Wunsch kann ich dann allerdings nicht erfüllen… Ihr wisst schon: knister, brutzel…

Selbstversuch

Nun müssen wir nur noch den Selbstversuch wagen um meine Behauptung zu beweisen. Allerdings fehlte uns bislang der Mut (vielleicht ist ja doch was dran an der alten Behauptung?) Nein, demnächst werden wir es  durchziehen, denn zur Not bleibt uns ja noch die elektrische Fliegen- -äääh- Mückenpatsche.

Noch nicht genug von diesem Thema?

Wer noch mehr über die possierlichen Insekten wissen möchte liest sich am besten den nachfolgenden Artikel auf Wikipedia dazu durch: Wiki/Stechmücken

Und warum sie summen, beantwortet ein Artikel im Spiegel.

Hallali!

Weg mit den “Blisterverpackungen”!

blister.jpg Kennt Ihr das auch? Man kauft sich eine neue Speicherkarte für die Kamera. Die Freude ist gross, dass die Preise schon wieder gefallen sind. Zuhause will man das neue Stück dann sofort mal ausprobieren. Nur noch schnell aus der Packung nehmen…

Völlig zeitgemäss ist die Karte in einer “Blisterpackung” eingeschweisst. Für den Handel optimal: sie wird schick präsentiert, keiner kann sie aus der Verpackung klauen und sie kann auch nicht an der Kasse herausrutschen. Super!

Oder doch nicht? Hat vielleicht mal jemand von der Verpackungsindustrie sich überlegt, wie der Käufer das neue Stück aus der Packung entnehmen soll? Dieser muss sich nun nämlich mit allem was der Haushalt an scharfen Gegenständen hergibt bewaffnen: Küchenscheren, Nagelscheren, Obstmesser, Teppichmesser und so weiter.

Zehn Minuten später: Die Anleitung und der Beleg für die 10-jährige Garantie in der Verpackung sind schon bald zerfetzt, die Finger haben auch ein paar Kratzer abbekommen, der “glückliche” neue Besitzer schimpft und flucht immer lauter. Die Speicherkarte aber sitzt noch in ihrer Verpackungsnische und rührt sich nicht vom Fleck.

Weitere fünf Minuten später: Die Idee mit der Zange war gut. Ein Ende der Verpackung greifen, das andere Ende nur gut festhalten (der Zeigefinger wird dabei auch noch lädiert, aber kommt es darauf noch an?) und mit aller Macht die beiden Hälften ein Stückchen auseinanderziehen. Jetzt endlich kann man die letzten Zentimeter mit den Fingern zur Speicherkarte vordringen und sie mit einem abschliessenden Kraftakt herausziehen…

Geschafft. Die Freude über den gewonnenen Kampf ist gross. Die Freude über die neue Speicherkarte nur noch verhalten. Und der Verpackungsmüll, der – wie immer – in keinem Verhältnis zum Volumen des verpackten Objektes steht, sollte auch noch beseitigt werden.

Und jedes Mal schwöre ich mir, nie wieder so eine Verpackung zu kaufen. (Nur leider vergesse diesen Vorsatz immer wieder allzu schnell…) Deshalb mein Plädoyer:

“Bitte, bitte liebe Verpackungsindustrie. Weg mit den “Blisterverpackungen”! Lasst Euch doch endlich mal was Besseres einfallen! Kunden- und umweltfreundlich und dann – von mir aus – auch handelstauglich.”

Das kann doch nun wirklich nicht sooooo schwierig sein. Oder?

Die Qual der Wahl

Es ist schon toll, dass wir beim Shoppen, in Restaurants etc. soooviel Auswahl haben. Aber manchmal wäre ich froh, die Auswahl wäre etwas geringer und es geht mir so wie in dem folgenden Werbespot…